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    <title>Students.de - Magazin - Die letzten Artikel der Kategorie Festival</title>
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    <lastBuildDate>Wed, 08 Sep 2010 03:14:57 +0200</lastBuildDate>
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      <title>Rock the Docks: 3 Tage Gratis Open Air vom Feinsten!</title>
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      <description> Wenn man von einer Sache hört sie sei "gratis"  tendiert man oft dazu dieser einen niedrigen Wert beizumessen. Nicht so beim ROCK THE DOCKS.Das Line-Up 2010 war eines vom Feinsten schlechthin.Am Freitag überraschte die Schweizer Band Joules mit einer eindrücklichen Bühnenpräsenz.Miss Platnum fütterte uns dann mit einer fetten Portion ausgefallener Divashow ganz in ihrer Art. Besonders nennenswert und für ein Festival aussergewöhnlich - beachte man, dass man für andere bedeutend mehr zahlt- waren die Live-Events wie der Scratch-Contest am Samstag sowie die Graffitishow. Das Festival verabschieden durften zu Guter letzt die ehrenhaften SONS &amp; DAUGHTERS mit einer unglaublichen Show. Frage ist nun: Wie lange wird so was Gutes noch gratis bleiben? </description>
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      <pubDate>Sat, 04 Sep 2010 10:16:58 +0200</pubDate>
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      <title>Preview: Mätteli Open Air 2010</title>
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      <description>Am Ende des Festivalsommers kommen meistens die kleinen Open Airs zum Zuge, die aber nicht unterschätzt werden dürfen. Oft treten kommende Stars zuerst bei solchen Veranstaltungen auf, um dann später beim Gurtenfestival, Open Air St. Gallen oder sonstige Rock/Pop Festivals die Massen zu rocken. Genau so handelt sich beim Mätteli Open Air, welches am kommenden Wochenende (03. / 04. September 2010) in Huttwil stattfindet. Das zweitägige Festival mausert sich langsam zum Emmentaler Festivals #1!   Setzte man in den vergangenen Jahren hauptsächlich auf Metalbands, so erwarten dem Besucher heuer zwei Themenabenden. Am Freitag, dem ersten Festivaltag, wird auf die Berner Metal/core und Punkszene gesetzt. Das Festival wird deshalb von Road to Nowhere eröffnet, die mittlerweile zu den etablierten Metalcore Bands des Kantons gehören. Weiter treiben Fuzzy Index (okay sie sind Zürcher, aber auf das dieses Detail wird geschissen…) mit ihrem Funpunk ihr Unwesen. Der heimliche Headliner des Abends sind Some Kind of Noise. Man kann hier ruhig vom „Next Big Thing“ sprechen – Metalcore at its best! Schliesslich haben sie mit Florian Reinhard (Ex-Sift Flour Sänger) einen äusserst talentierten aber auch sympathischen Sänger, der die Meute mit seinen Ansagen mitreissen kann! Nach der „Breakdown- und Violent Dancing“ Orgie treten Little Bastard aus Langenthal mit ihrem dreckigen Rock’n’Roll in den Arsch. Wer sich hier nicht mitreissen lässt und nicht wenigstens mit dem Fuss mitwippt, sollte seine Gehörmuscheln auf Ebay versteigern! Der Festivaltag wird von der Hardcore Bluesband beendet. Der Name ist Programm.    Wie sehr sich der Veranstalter Mätteli Events für die lokalen Bands einsetzt, sieht man am zweiten Festivaltag, denn am Nachmittag treten Nachwuchsbands auf, die ihre ersten Gehversuche „On Stage“ machen.  Am späteren Nachmittag geht es dann mit den „normalen“ Bands weiter, wobei hier nicht mehr zwingend auf lokale Bands gesetzt wird, sondern man holt gute Bands aus der Schweiz ins Emmental, die mit Sicherheit in den nächsten Jahren National für Furore sorgen werden. Mood aus Basel gehören zu jener Kategorie. Ihr Alternative Rock mit der sympathischen Sängerin Ramona sorgt im wahrsten Sinne für Stimmung. Die Burgdorfer Band Groombridge starten momentan voll durch! Ihre neue Platte „Customers from Hell“ hat in der Presse mächtig eingeschlagen (hier unser Review)! Ausserdem haben sie am diesjährigen Gurtenfestival ihre Qualitäten einem grösseren Publikum zeigen können. Der Headliner des Abends ist die Langenthaler Big Band Wazomba, die mit ihrem Swing/Jazz/Ska für einen würdigen Abschluss sorgen werden.  Freitag 03.09.201017:00 Uhr / Einlass 18:45 Uhr / Road to Nowhere 20:00 Uhr / Fuzzy Index 21:15 Uhr / Some Kind Of Noise 22:45 Uhr / Little Bastard 00:15 Uhr / The Hardcore Bluesband   Samstag 04.09.2010   Nachmittagsprogramm Nachwuchsbands 13:00 Uhr / Blackstar 13:30 Uhr / Superfly 14:15 Uhr / EarProtection 15:30 Uhr / tba Abendprogramm 17:15 Uhr / Wooden Travel 18:45 Uhr / Grauhouz 20:15 Uhr / Mood 22:00 Uhr / Groombridge 00:00 Uhr / Wazomba  Vorverkauf über:RADIX Huttwil, Bahnhofstrasse 42, 4950 Huttwil oder, maetteliopenair@hotmail.de  Preise: Freitag CHF 15.00 (VVK CHF 10.00) Samstag CHF 30.00 (VVK CHF 25.00) Zweitagespass CHF 40.00 (VVK CHF 30.00) Spezialangebot Samstagsnachmittag 12:00-17:00 Uhr CHF 10.00Homepage</description>
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      <pubDate>Wed, 01 Sep 2010 11:16:43 +0200</pubDate>
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      <title>That GRRRL rocks!!!</title>
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      <description>Kate Nash zog sich für Students.ch am Zürich Open Air aus. (Also zumindest die Schuhe.)    Ein Gerücht geht um im Medienzelt. Eine Diva sei sie, die Indie-Hexe mit dem flammend roten Haaren; arrogant, unnahbar, „schwierig“. Ja, und da schreitet sie herein, die Nash, eine schwarze Motorradjacke über den Schultern, blass und mit leicht entnervtem Gesichtsausdruck. Doch kaum sitzt sie auf dem Sofa, verpuffen die Vorurteile wie die Dampfwölckchen über ihrer Teetasse.  Kate Nash sieht mir mit blitzenden Augen direkt ins Gesicht, sprudelt vor Energie und spricht wie ein Wasserfall in ihrem hinreissenden Cockney-Akzent. Die 23-Jährige zeigt sich so, wie sie wirklich ist – ein ganz normales Mädchen mit einem überschlauen Kopf und einem riesengrossen Herzen.       Vom „Rock am See“ komme sie gerade, meint Nash, und sieht nicht gerade glücklich damit aus. Wie es denn war, will ich wissen.  Kate Nash: Es war – „interessant“.   „Interessant“ ist diplomatisch für „Bullshit“. Ja, das kann man wohl sagen. (lacht)  Meine erste Frage hat mit deinem Song „Do-Wah-Doo“ zu tun. Da gibt es einerseits das unsichere, eifersüchtige Mädchen und andererseits die allseits bewunderte Miss Perfect. Worin erkennst du dich wieder? Oh, ich bin definitiv nicht Miss Perfect.   Das wäre jetzt auch mässig sympathisch gewesen.  (Schaut gespielt ernst)  Oh, I’m a bitch. (lacht) Ach, quatsch! Ich denke mir nur, dass sich doch jeder schon mal so gefühlt hat - irgendwie unbedeutend und neidisch. Das Lied basiert auf einem Erlebnis aus meiner Schulzeit. Da war dieser Junge, mein allerbester Freund. Wir waren befreundet seit wir fünf Jahre alt waren, er war wie ein Bruder für mich. Doch als wir in die High School gingen, begann er plötzlich, sich für Mädchen zu interessieren. Und was für welche! Du weisst schon, diese hübschen, niedlichen Mädchen, ein wenig bitchy. Ich war wahnsinnig enttäuscht. Ich dachte, wir beide seien anders als die und würden uns zusammen über diese Art von Mädchen lustig machen.   Ihr beide zusammen gegen den Rest.  Ganz genau! Und plötzlich wurde er zu einem dieser Jungs, die auf solche Mädchen stehn. Und davon handelt dieses Lied: „Okay, fine, I’ll just be by myself instead. And I don’t really know what you see in that person ‘cause there’s nothing there.”   Blödmann. Weiss er, dass das Lied von ihm handelt? Nein.   Ein Glück, dass ich deutsch schreibe.  (lacht herzlich) Und wie!        Aber ist es nicht ein seltsames Gefühl, dass da draussen ganz viele Mädchen sind, die dich als Miss Perfect wahrnehmen? Die genauso neidisch auf dich sind, wie du auf das blonde Chick im „Do-Wah-Doo“-Clip? Das ist tatsächlich ein sehr seltsames Gefühl. Es gibt bestimmt ein paar Leute, die so über mich denken. Aber ich glaube, dass viele Mädchen mich etwas anders sehen, denn ich bin ja immer noch sowas wie ein „alternativer Popstar“.   Perfektsein gehört nicht zu deinem Image. Yeah!  Ich bin nicht dünn, glamourös und sexy. Ich bin mit Punkmusik aufgewachsen, mit richtigen Bands und jeder Menge Moral. Ich interessiere mich für Geschichte, Feminismus und die Riot Grrrls. Das steckt ganz tief in mir drin. Und ich glaube viele Mädchen mögen mich gerade deswegen. Ich sage Dinge wie: „Jeder kann schön sein“, „Jeder kann glücklich sein“ und „Du kannst attraktiv sein, ohne einem ganz bestimmten Bild zu entsprechen“. Man muss einfach lernen, sich zu akzeptieren. Umso glücklicher du bist, desto selbstbewusster und  attraktiver wirst du. In der Schule habe ich alles gehasst. Alles. Ich hasste meinen Körper, ich hasste, wie ich aussehe. Das war ziemlich lang so. Und ich glaube, vielen Mädchen geht es ähnlich.  Und was ist dann passiert? Ich bin mit dem Theater und der Kunst in Berührung gekommen. Das hat mich davor bewahrt, mich zu stark damit zu beschäftigen, wie ich aussehe. Wenn du die Kunst in dein Leben lässt, realisierst du, wieviele wunderschöne Dinge es da draussen gibt. Und auch unzählige Vorstellungen davon, was Schönheit ist.   Es ist tatsächlich ganz schön dumm zu glauben, dass man Schönheit einfach so definieren kann: Du musst wahnsinnig blond und wahnsinnig dünn und wahnsinnig gross sein. Genauso wollte ich früher sein! Gebräunt und mager. Dann habe ich angefangen, mich mehr für Werte und Moral zu interessieren und für Bands wie Bikini Kill, Bratmobile und Sleater-Kinney. Und da merkte ich: Eigentlich will ich viel lieber so sein wie die. Ich fand das viel cooler. Es ist doch viel attraktiver eine interessante Person zu sein, die etwas zu sagen hat. Und ich habe gar keine Zeit, mich darin zu üben, glamourös zu sein. Das ist die Mühe nicht wert. Und im Übrigen bin ich viel zu tollpatschig.        Dein persönlicher Stil, deine Kostüme sind ein wichtiger Teil deiner Performance.  „Ich interessiere mich für Mode“ und „Ich interessiere mich für innere Werte“ – besteht da nicht ein Widerspruch? Oder lässt sich das verbinden? Ich glaube schon. Ich interessiere mich nicht für Mode im Sinne der Mode-Industrie, davon habe ich keinen blassen Schimmer. Aber ich liebe Kleider! Ich liebe es, alte Filme zu schauen und immer wenn ich ein Sixties-Icon sehe, will ich es unbedingt haben. Ich liebe Stoffe, ich liebe Muster. Kleider sind wichtig fürs Selbstbewusstsein. Denn wenn du etwas trägst, das dich glücklich macht, siehst du auch so aus.   Mode sollte doch in erster Linie Spass machen, nicht? Exactly!  Die meisten Leute denken da anders. Das Ziel ist, möglichst attraktiv und sexy auszusehen. Als ich noch sehr jung war, dachte ich, in der Mode ginge es darum, mich selbst zu verändern, damit ich in diese Kleider passe. Doch dann habe ich ein grossartiges Sixties Vintage Kleid gefunden -  und das hat alles verändert. Früher habe ich mich in meinem Körper oft unwohl gefühlt. Und dann war da plötzlich dieses knallgelbe Kleidchen, das aussah, als gehöre es Marylin Monroe. Und ich musste nichts dafür tun um toll darin auszusehen! Ich bin nun mal kurvig; ich habe breite Hüften und grosse Brüste – wieso soll ich da Skinny Jeans tragen? Früher habe ich shoppen gehasst, jetzt find  ichs total super. Ich bin sogar so weit, dass es mir egal ist, wenn ich irgendwas anprobiere und total dämlich aussehe darin. Na und? Dann ist das halt nix für mich.   Du hast in einem Interview gesagt, dass du dich gerade in einer Übergangsphase befindest, zwischen naivem Glücklichsein und dunkelstem Zynismus. Und da hab ich mich gefragt, woran das liegt.  Ach, ich weiss nicht. Ich glaube, wenn du in der Musikindustrie arbeitest, entwickelst du ein Vertrauensproblem. Wenn du plötzlich im Rampenlicht stehst und in die Medienwelt reinrutschst...  Böse, böse Medien! Bad media! Bäääh! (lacht) Du merkst plötzlich, wieviele negative Leute da draussen rumlaufen und wie sehr sie versuchen, dich runterzuziehen. Und wenn du dann noch erschöpft bist, die ganze Zeit arbeitest und rumreist, geht das echt an die Nieren.   Und schon bist du drin in der Abwärts-Spirale.  Genau das ist mir nach meiner ersten CD passiert. Jetzt bin ich dran, diesen Zynismus wieder loszuwerden. Vorher war ich tatsächlich glücklich und naiv und alles war tralalalala. Und dann hasste ich plötzlich alles. Ich mochte sogar das Leben an sich nicht mehr.  Jetzt habe ich meine zweite Platte aufgenommen und bin sehr zufrieden damit. Ich versuche, anders mit dem Druck umzugehen und mich stärker abzugrenzen. Dadurch habe ich alles besser unter Kontrolle. Aber ich bin einfach so wahnsinnig sensibel und nehme alles viel zu persönlich.  Grundsätzlich ist das ja was Gutes – aber es kann auch ganz schön weh tun.  Oh ja, das tut echt verdammt weh. Manchmal denke ich, dass ich einfach nicht für diesen Planeten gemacht bin. Wenn ich all die Dinge sehe, die da draussen passieren, denke ich so oft: „Oh mann, ich hasse diese Welt“ und werde total traurig.         Du hast einmal von einer „bubble“ gesprochen, die du um dich herum aufbaust, um dich zu schützen. Aber ganz ehrlich, wie soll das denn funktionieren? Freunde sind da eine grosse Hilfe. Einige meiner besten Freunde spielen in meiner Band. Ich reise mit etwa zwölf Leuten rum und habe sehr viel Spass mit ihnen. Wir sind ein richtiges Team. So kann das tatsächlich funktionieren. Zum Beispiel gestern, da waren wir wie gesagt an diesem Festival, „Rock am See“. Ein paar Leute im Publikum waren tatsächlich für mich da, doch die meisten warteten auf diese Band... Wie heisst die noch gleich? Englisch würden sie „The dead Trousers“ heissen, glaub ich...  Die Toten Hosen.  Jaja, genau die! (lacht) Die gibt’s doch seit 40 Jahren oder so, nicht? Da waren auf jeden Fall all diese Metal-Punk-Kids, and they were giving me so much shit. Die drehten den Rücken zur Bühne und schriien die ganze Zeit “Fuck you!”  Wow. Das muss sich toll anfühlen! Ja, echt super! Seltsamerweise hat es mir nichts ausgemacht. Denn ich bin mit meiner Band auf der Bühne und da fühlt man sich gleich viel stärker. So I was like: Actually, fuck you! Auf eine kranke Art und Weise hab ich das sogar genossen. Ich dachte: Wenn ihr mich so sehr hasst, warum seid ihr dann hier? Ich werde jeden einzelnen Song spielen, jeden einzelnen! Von euch lasse ich mich ganz bestimmt nicht von der Bühne schmeissen. Und ich hoffe, ich geh euch so richtig auf die Nerven. Umso mehr ihr euch aufregt, desto besser.   Hast du ihnen das gesagt? Wir haben was total Kindisches gemacht. Da war dieser eine Typ, der mir richtig üble Sachen zugeschriien hat. Da hat mein Drummer das Mic genommen und gesagt: „Thanks for the blow job.“ (kichert)  Ihm war das total egal, doch der Typ war völlig empört (imitiert eine dumpfe Stimme): „Uuuuh, I’m not gay“.  Grossartig! Irgendwie musst du darüber lachen. Denn sonst würde es dich zum Heulen bringen. Und im Ernst: Ich könnte diesen Typen doch ganz bestimmt auch nicht ausstehen. Also kann es mir doch egal sein, wenn er mich scheisse findet.  Ich habe gelesen, dass du dich in der Featured Artists Coalition engagierst. Mal abgesehen von dämlichen Punk-Fans – hast du selbst auch schon schlechte Erfahrungen mit der Musikindustrie gemacht? Die Industrie verändert sich zur Zeit sehr stark. Man kann das richtig spüren! Das hat mit dem Internet zu tun und mit all diesen Deals, die sich hinter deinem Rücken abspielen. Plötzlich bist du Teil von etwas, ohne was davon zu wissen. Ich denke, wenn deine Kunst dir etwas bedeutet, musst du dich engagieren und wissen, was um dich herum passiert. Ich will an den Entscheidungen, die mich und meine Musik betreffen, beteiligt sein.         Ein anderes Thema, das dir anscheinend sehr am Herzen liegt, ist die Tatsache, dass die Musikindustrie stark von Männern dominiert wird. Woran könnte das liegen?  Ich weiss es nicht.   Sind die Jungs schuld oder wir? Das versuche ich schon lange herauszufinden. Vielleicht hat es damit zu tun, dass so viele Künstlerinnen unter Sexismus leiden, besonders vonseiten der Medien. Sie werden nicht wirklich unterstützt, während männliche Musiker die ganze Zeit auf irgendwelchen Covern landen. Da ist eine Musikkarriere für junge Mädchen natürlich nicht sehr erstrebenswert. Es gibt so viele tolle Frauenbands, aber sie werden einfach nie richtig bekannt. Jedes Mädchen weiss, wer Nirvana ist, aber keine kennt Sleater-Kinney oder Bikini Kill oder hat je von einem Riot Grrrl gehört. Aber ich habe gar keine Lust mehr darüber nachzudenken, was die Gründe dafür sind, sondern ich will etwas dafür tun, dass sich das ändert.   Hast du einen Plan? Ich will nächstes Jahr eine grosse Kampagne starten, von Schule zu Schule gehen und die Mädchen dazu motivieren, eine Band zu gründen. Ich werde ihnen positive Beispiele von Bands zeigen und sie über das Thema aufklären. Genau diese Aufklärung fehlt im Moment. Das soll nächstes Jahr meine Hauptbeschäftigung werden. Ich will mich nicht dauernd nur beschweren, sondern selbst etwas tun.   Das ist dann wohl der positive Aspekt des Ruhms. Denn nach alldem, was du über die Musikindustrie erzählt hast, stellt sich die Frage, ob du es überhaupt noch geniesst, berühmt zu sein.  Na, sooo berühmt bin ich nun auch wieder nicht.   Ich wohne in einem kleinen Kaff in der Schweiz und kenne deinen Namen. (lacht) Ach Gott, daran will ich gar nicht denken. Aber es ist schon cool, erfolgreich zu sein, weil du das Leben eines Menschen verändern kannst, ohne ihn je getroffen zu haben. An den Konzerten kenne ich die Leute zwar nicht, aber es entsteht eine Verbindung. Ich liebe es, nach den Shows Fans zu treffen! Manche sind einfach so süss. Es gibt Leute, die basteln extra etwas für dich oder geben dir Geschenke, das ist doch unglaublich. Und wenn ich dann so kleine Geschichten höre; dass eines meiner Lieder jemandes Break-up-Song ist oder der Holiday-Tune oder eine Gruppe von Freunden ihn im Auto zusammen singt, dann ist das wunderbar und seltsam zugleich, weil ich selbst genau dieselben Erfahrungen mit der Musik gemacht habe.   Wo könnten deine Lieder noch gesungen werden? Hast du da einen besonderen Wunsch? Ich hoffe, dass irgendwo da draussen ein 12-jähriges Mädchen ist, das mich mit der Haarbürste in der Hand vor dem Badezimmerspiegel imitiert.  Wie entstehen deine Songs? Zum Beispiel deine Anti-Groupie-Tirade „Mansion Song“? Da war ich so unglaublich wütend!  Diese Mädchen lassen sich von Leuten ausnutzen, die sie überhaupt nicht respektieren. Und dann glauben sie noch, dass sie damit ein Statement machen. Ich meine, was willst du denn damit erreichen? Dass die Leute dich für einen Witz halten? Eine Schlampe, die in einer Stadt aufgegabelt wird und in der nächsten rausgeschmissen?  Geschieht das wirklich so oft? Oh ja. Das ist doch einfach nur seltsam, echt. Also solche Lieder passieren ganz von selbst. Ich sass im Flieger und hab den Text auf mein Handy getippt, weil ich sonst nichts zum schreiben hatte. Manchmal muss ich mich aber auch zwingen, etwas zu schreiben. Das war vor allem nach meiner ersten CD so. Ich hatte Angst, nie wieder sowas hinzukriegen. Also habe ich einen Proberaum gemietet und bin jeden Tag dahin gegangen, allein, mehrere Monate lang. Und ich sagte mir: Es ist egal, was ich schreibe, Hauptsache, ich tu‘s. Das wird wohl immer so bleiben. Ich habe jetzt schon Angst vor der dritten CD.        Eine Zeile aus „Foundations“ ist ja so richtig berühmt geworden: „You said I must eat so many lemons, 'cause I am so bitter”. Wenn du so etwas schreibst – weisst du, dass es gut ist? Als ich das geschrieben hatte, mochte ich es, ich fand es witzig. Doch ich hätte nie gedacht, dass mich die Fans deswegen mit Zitronen bewerfen werden! Die Dinger hätten mich fast erschlagen!  Hier am Festival haben alle grossen Bands einen gewissen Ruf: Mando Diao sind die gutaussehenden Schweden, The Hives sind arrogant und ein wenig verrückt und Courtney Love ist purer Rock’n’Roll. Was würdest du gern über dich selbst hören? In Zukunft hätte ich gern den Ruf, etwas Wichtiges, Sinnvolles getan zu haben -  der Auslöser für eine Revolution, eine Veränderung gewesen zu sein. Das hat auch wieder mit den jungen Mädchen zu tun, mit denen ich arbeiten will. Ich möchte mich wirklich dafür einsetzen, dass sich etwas zum Besseren verändert.   Allerletzte Frage, die stelle ich in jedem Interview: Gibt es eine Frage, die dir noch nie gestellt wurde und die du unbedingt beantworten möchtest?  Da überlegt es einen Moment, das Fräulein Nash, und kichert plötzlich verschmitzt: „Mich hat noch nie jemand gefragt, was ich mit meinen Gelenken anstellen kann!“ Sie springt auf, zieht ihre Schuhe aus (der Koordinator von Universal Music guckt verwirrt) und schaut mich aus grossen Augen an: „Das wird dich dein Leben lang verfolgen.“ Und dann verbiegt sie ihre Zehen, bis sie unter ihren Fusssohlen verschwinden, stellt sich mit vollen Gewicht darauf und lacht wie ein Kind beim Anblick seines ersten Fahrrads.             </description>
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      <pubDate>Mon, 30 Aug 2010 20:08:27 +0200</pubDate>
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      <title>Wer ist Kloot?</title>
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      <description>John Bramwell vom britischen Trio „I am Kloot“ traf Students.ch am Zürich Open Air auf ein Bierchen. Freimütig erzählte der sympathische Singer und Songwriter über Alkohol, Astrologie und Edith Piaf und erklärte, wieso „Sky at night“ besser ist als alle bisherigen klootishen Platten.         Der „Guardian“ hat eure wunderbare neue CD „Sky at night“ folgendermassen kommentiert: „It’s losely themed around late night drinking“.  John Bramwell: Wie bitte? Bei welchem Song geht’s bitte schön ums Trinken? Bei „To the brink“ vielleicht. Und ein anderer Song handelt von Schlaflosigkeit. Diese Typen versuchen mich einfach immer mit Alkohol in Verbindung zu bringen (nimmt empört einen Schluck Bier).   Der Autor Frank Catrell Boyce sieht einen Typen vor sich, der mitten in der Nacht mit gebrochenem Herzen durch die Strassen von Manchester schlendert und in den Himmel schaut.  Ach ja, genau. Auch nicht schlecht.   Lass uns ein kleines Spiel spielen: Ich nenne dir vier eurer Songs und du beschreibst mir die ersten Bilder, die erste Szene die dir dazu einfällt. Erstens: „It’s just the night“. Das hat mit Kindheit zu tun. Meine Eltern haben sich scheiden lassen, als ich ein Kind war, und da hatte ich natürlich ein paar schlechte Nächte; ich konnte nicht mehr gut schlafen. Vor einiger Zeit habe ich nun selbst eine Scheidung erlebt. Also sehe ich mich selbst, wie ich nachts am Fenster sitze und auf die Lichter der Stadt hinunterschaue. Doch der Song ist eigentlich sehr positiv, denn mit diesem Satz hat meine Schwester mich früher immer getröstet: Keine Sorge, es ist zwar dunkel – but it’s just the night. Es geht vorbei.   Was fällt dir zu "Northern Skies" ein? Auch das ist optimistisch. Ein Teil davon stammt aus einem Gespräch, das ich zufällig gehört habe. Jemand fragte einen anderen, was sein Sternzeichen sei, worauf dieser total wütend wurde und meinte, dass sei doch alles kompletter Bullshit, den man niemals wissenschaftlich beweisen könne. Ich finde Wissenschaft zwar eine wunderbare Sache, aber es ist nun mal so, dass jetzt etwas als Fakt dargestellt wird und 15 Jahre später heisst es dann: „Ach nein, jetzt ist das hier die Wahrheit.“ Diese unerschütterbare Überzeugung hat mich irgendwie amüsiert. Es gibt Physiker, die behaupten, dass wir in einer dreidimensionalen Projektion leben, die von zweidimensionalen Wesen kreiiert wird, damit wir all dies hier wahrnehmen können. Verrückt, nicht? Also wäre es doch möglich, dass man die Astrologie eines Tages wissenschaftlich beweisen wird. Das wäre doch wahnsinnig lustig. (lacht)  Interessiert du dich sehr für solche Dinge? Och, ich interessiere mich für alles mögliche. Die Musik ist nicht das Einzige, was mich beschäftigt, im Gegenteil – sie ist einfach meine Art auszudrücken, was ich denke und fühle. Theoretisch könnte ich auch Bücher schreiben oder Filme drehen, aber irgendwie war die Musik schon immer meine ganz natürliche Ausdrucksform. Mein erstes Lied habe ich geschrieben, als ich dreizehn war. Ich bin gerade daran, es etwas abzuändern, dann kommt es auf unsere nächste CD.   Du hast einmal in einem Interview gesagt, dass man vielleicht glaube, dem Text eines Liedes zuzuhören, aber dass man eigentlich etwas ganz anderes mitbekommt. Genau! Die Melodie kann deinem Text eine komplett andere Bedeutung geben! Das ist nicht wie Poesie, das funktioniert auf einer ganzen anderen Ebene. Du versuchst etwas zu kommunizieren, das sich eigentlich gar nicht kommunizieren lässt – darum schreibst du Lieder.   Was ist mit „I still do“ ? Da sehe ich mich selbst als kleines Kind in einem Zug sitzen. Vor einigen Jahren haben wir wahnsinnig viel getourt und ich glaube, da habe ich mich selbst ein wenig verloren. Und da habe ich mir gewünscht, zu der Person zurückzukehren, die ich war, als ich 9 Jahre alt war. Ich glaube, dass mit neun deine Persönlichkeit vollständig entwickelt ist. Zu sehen, wie das entsteht, ist das Wunderbarste der Welt.   Und „Proof“? Das beschreibt eine Szene, die sich tatsächlich so zugetragen hat. Ich habe einen wunderbaren Abend mit jemandem verbracht und als wir uns später in einer Bar wieder sahen, versuchte er mir zu erklären, wie toll er diesen Abend fand. Und ich antwortete ihm: „I don’t need proof, I know it was great.“  Wie arbeitest du als Songwriter? Stehst du um acht Uhr auf und setzt dich in dein Büro oder... –  Ich habe nicht mal ein Büro.   Aber doch zumindest einen Küchentisch.  (lacht) Ja, das schon. Ehrlich gesagt sehe ich mich gar nicht als Songwriter. Da stehst du dir doch nur selbst im Weg! Also, was tue ich? Ich erfinde Dinge. Manchmal fliegen mir die Lieder einfach zu, manchmal setze ich mich ans Klavier und probiere was aus, manchmal schnappe ich etwas auf, das jemand anderes gespielt hat. Oder eines Abend habe ich mir den Film „La vie en rose“ angesehen, ziemlich viel Wein getrunken und am Ende dachte ich, ich sei Edith Piaf und summte aus dieser Stimmung heraus vor mich hin.  Ihr selbst sagt, dass „Sky at night“ besser ist, als alles, was ihr bisher gemacht habt. Wie habt ihr das hingekriegt? Guy Garvey von Elbow hat „Sky at night“ produziert, wie auch schon unsere erste Platte „Natural History“. Natürlich hatte er selbst noch anderes zu tun und wir konnten nur vier, fünf Tage pro Monat mit ihm arbeiten. Das hat uns viel Zeit geschenkt. Zum ersten Mal seit zehn Jahren konnte ich einfach mal stillsitzen. „Sky at night“ ist ruhig und sanft; es ist die Musik einer Person, die auf sich selber zurückschaut. Das hätte ich vor zehn Jahren noch nicht gekonnt.   Ihr sagt, dass die Elbower Guy Garvey und Craig Potter ein sehr gutes Gefühl dafür haben, was „klootish“ sei und was nicht. Kannst du diesen Begriff beschreiben? Guy und Craig haben das Mysteriöse, die Magie zurück in unsere Musik gebracht. Das Mysteriöse, der Bezug zum Fremdartigen ist mir sehr wichtig und doch drücke ich mich manchmal zu direkt aus; nicht nur in den Texten, auch in den Melodien.   Peter sagt über „I still do“ es sei eines der besten Lieder, das in den letzten 20 Jahren geschrieben wurde, und Andy behauptet, dass ihr mit „The moon is a blind eye“ ein ganz neues Genre kreiert habt. Seid ihr durch und durch stolz auf das Album oder besteht da eine gewisse Hassliebe? Absolut! Ich selbst kann mir das Album nicht anhören. Ich vermeide sogar, es mir anzusehen. Ich weiss nicht einmal mehr die Reihenfolge der Lieder auswendig! In ein paar Monaten geht’s vielleicht wieder, doch jetzt suche ich wirklich die Distanz.   Auch bezüglich euer Popularität soll das Album ein Meilenstein werden. Wieso wart ihr jahrelang ein Geheimtipp und warum soll sich das ausgerechnet jetzt ändern? Wir hatten das Glück, in den letzten zehn Jahren genug bekannt zu sein, um durch Europa und England zu touren und immer genug Publikum zu haben. Aber ja, „Sky at night“ könnte für uns einen Durchbruch bedeuten. Ich glaube, das ist das erste Mal, das eine CD ein Gesamtwerk ist, ein Gefühl. Das wird den Leuten helfen, sich darauf zu fokussieren. Und wir haben einen neuen Manager. (lacht hämisch)  Meine allerletzte Frage; die stelle ich jedem Künstler: Gibt es eine Frage, die dir noch in keinem Interview gestellt wurde und die du gerne beantworten möchtest? Oh mein Gott! Ähm, okay... (Lange Denkpause) It’s about mystery again, really. Ich glaube die Frage ist, wieso ich das Gefühl habe, dass mein Leben voller Geheimnisse sei, voller Dinge, von denen ich nicht weiss, was sie sind. Weshalb fühle ich mich so?  Und was wäre die Antwort? Die ist etwas grössenwahnsinnig. Ich habe mich immer so gefühlt. Schon bevor ich sprechen konnte. Und ich glaube, die Musik hat eben genau dieses Geheimnisvolle an sich, das mich anzieht. Ja, ich glaube, das wäre die Frage. Aber eine wirkliche Antwort habe ich nicht.   </description>
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      <pubDate>Mon, 30 Aug 2010 13:54:03 +0200</pubDate>
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      <title>Musikfestwochen: Solider Black Rebel Motorcycle Club und grossartige Eels</title>
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      <description>Auch am zweiten „Bezahlabend“ an den Winterthurer Musikfestwochen konnte sich das Programm sehen lassen. Mit Black Rebel Motorcycle Club und Eels bespielten zwei Bands die Steinberggasse, die das Prädikat Kult sicherlich verdienen.Kraftvoller, überzeugend gespielter und von kernigem Blues gefärbter Rock. Dafür stehen Black Rebel Motorcycle Club (BRMC). Doch über die volle Länge der Show vermochten BRMC die Spannung in Winterthur nicht aufrecht zu erhalten. Zu oft klangen sie unmotiviert und zu sehr setzten sie auf straighten Sound, sehr zu Ungunsten der leisen Töne. Klar, das Konzert hatte seine Stärken: Ain’t No Easy Way etwa, das mit dem markanten Basslauf auch live prächtig funktioniert oder die verträumte und schwelgerische Ballade Open Invitation, die zum Schluss einen magischen Moment unter dem Sternenhimmel kreierte. Aber leider wirkte der Gig, als wären BRMC nicht auf der Höhe, fast schon so, also ob sie die Verpflichtung möglichst rasch über die Bühne bringen wollten. Das mag mit den tragischen Ereignissen am Pukkelpop Festival vor gut einer Woche zusammenhängen - Michael Been, der Tontechniker und Vater von Gitarrist Robert Levon Been hatte einen Herzinfarkt und verstarb. Das ist traurig und vielleicht hätte der Band eine Pause gut getan, verstanden hätten das die Fans mit Sicherheit. So aber, haben BRMC einen zwar recht soliden Auftritt gezeigt, auch wenn sie nicht durchgehend überzeugt haben.  Black Rebel Motorcycle Club auf der Bühne.  Ganz anders: Eels. Komplett in Weiss gewandet, mit Piraten-Kopftuch und Brille – Scheinwerfer blenden eben –, betrat Mark Oliver Everett alias E die Bühne. Von Anfang an hatte er das Publikum mit seiner schelmischen Art im Griff und dachte nicht im Traum daran, die Kontrolle wieder abzugeben. Eher im Gegenteil, er wusste  ganz genau, wie er mit dem Publikum umzugehen hatte. So stellte er sich während Dog Faced Boy minutenlang starr an den Bühnenrand und liess sich vom etwas ratlosen Publikum feiern oder er erklärte, er wolle zeigen, woher er stamme, nämlich aus Kalifornien und stimmte Summer In The City an. Das Cover der Lovin’ Spoonful brachte Stimmung bis in den hintersten Winkel der Steinberggasse. Musikalisch hatte E Unterstützung von einer sehr versierten Band, die ihn behände durch das Konzert begleitete und jeglichen musikalischen Stolpersteinen auswich. Die Setlist enthielt mit My Beloved Monster, I Like Bird oder Spectacular Girl einige Leckerbissen und so endete nach knapp 90 Minuten mit Oh So lovely nicht nur ein grossartiges Konzert, sondern ein unvergesslicher Konzertabend. E mit Brille und Kopftuch.  Eine Zeile aus Mr. E’s Beautiful Blues hätte den wunderschönen Abend kaum besser zusammenfassen können, insbesondere, wenn man das verregnete Konzert des Vorabends bedenkt: God Damn Right It’s a Beautiful Day.  Bilder von www.Musikfestwochen.ch  HIER gibt es die kompletten Galerien.</description>
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      <pubDate>Mon, 30 Aug 2010 00:38:52 +0200</pubDate>
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      <title>Review: Paolo Nutini @ Musikfestwochen, 27. August 2010</title>
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      <description>Der schottische Sänger Paolo Nutini eröffnete den ersten Abend der "Bezahlkonzerte" an den Winterthurer Musikfestwochen. Der Abend war trotz Zürich Openair und eher schlechtem Wetter ausverkauft. Um 19.30 Uhr betrat Mark Kelly die Bühne. Der aus Manchester stammende und in Vevey lebende Newcomer brachte mit seinem Sound, einer Mischung aus Pop und Reggae, den Sommer zurück. Dem Publikum gefiel's und auch Mark Kelly schien Freude daran zu haben. Irgendwann begann das Ganze jedoch etwas zu nerven. Die "Schau-Mal-Ich-Habe-Verfilzte-Haare-Und-Spiele-Akustische-Gitarre-Ausserdem-Bin-Ich-Ein-Surferjunge"-Attitüde wirkte eher peinlich als cool. Nach Mark Kelly betrat Rox die Bühne, eine junge Soulsängerin aus South London, wie sie betonte. Deren Name mag hierzulande noch nicht sehr populär sein, aber ein, zwei ihrer Songs dürften die meisten schon gehört haben, "My Baby Left Me" und "I Don't Believe". Begleitet von einer sechsköpfigen Band groovte Rox und trotzte dem einsetzenden Regen mit ihrer Mischung aus Soul, Gospel und Reggae. Eigentlich kein Wunder, dass es zu regnen begann, schliesslich beschwor sie mit ihren Reggaentänzen das kühle Nass. Nach einer kurzen Umbaupause stand um 22.15 Uhr Paolo Nutini auf der Bühne. Mit 10/10 eröffnete er sein grandioses Konzert. Die Stimmung war sofort an einem Siedepunkt angelangt. Das Publikum liess sich vom immer stärker werdenden Regen nicht die Stimmung verderben. Leider schaffte es Nutini auch mit den Songs von seiner letzten Platte Sunny Side Up nicht, den Regen zu vertreiben. Doch dies schien niemanden zu stören. Gut gelaunt und nicht ganz nüchtern begeisterte der 23-jährige Schotte die Fans. Es folge ein Hit nach dem anderen, das Konzert war ein wahres Feuerwerk von poppigen, rockigen und souligen Songs. Nutini schaffte es, mehrere Musikstile glaubwürdig zu kombinieren. Sowohl die schnellen als auch die langsamen Songs kamen bestens rüber. Begleitet wurde der Sänger von einer siebenköpfigen Band, einer besser als der andere. Musikalisch bewegten sich die acht Musiker auf einem sehr hohen Niveau. Die Songs kamen einiges rockiger herüber als auf den Platten. Highlights waren Worried Man, welches sehr an Johnny Cash erinnerte, Funky Cigarette, an welcher Nutini vor dem Konzert anscheinend auch gezogen hatte, Jenny Don't Be Hasty sowohl Last Request, mit welchem Nutini das Konzert nach neunzig Minuten beendete. Einzig das MGMT-Cover Time To Pretend vermochte nicht ganz zu überzeugen. Hier hätte Nutini besser Rewind gespielt, der einzige Song, den man nach dem Konzert eigentlich noch vermisste. Fotos sind hier zu finden. Setlist: 10/10 Alloway Grove   High Hopes   These Streets   Bear me in Mind   Growing Up Beside You   Candy  Chamber Music   Worried Man   Riding for a Fall   Coming Up Easy   Funky Cigarette   Pencil Full Of Lead   Sleepwalking   New Shoes   No Other Way   Jenny Don't Be Hasty   --- Tricks of the Trade   Time To Pretend (MGMT cover)   Last Request  Heute Abend spielen unter anderem Black Rebel Motorcycle Club, Eels und The Black Box Revelation (ausverkauft), morgen Abend stehen White Lies, Blue October und The Young Gods auf der Bühne. Weitere Informationen: Paolo Nutini Official Musikfestwochen Winterthur</description>
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      <pubDate>Sat, 28 Aug 2010 10:51:54 +0200</pubDate>
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      <title>Preview: Paolo Nutini @ Musikfestwochen Winterthur, 27. August 2010</title>
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      <description>Endlich ist er zurück. An den Musikfestwochen in Winterthur spielt der sympathische Schotte sein einziges Konzert in der Deutschschweiz. Im Gepäck hat er sein aktuelles Album Sunny Side Up, welches im Juni 2009 veröffentlicht wurde und Platz 3 der Schweizer Hitparade belegte.   Wer Paolo Nutini schon einmal live gesehen hat, kann sich freuen. Ironische, persönliche Texte und schöne Melodien, vorgetragen von einer emotionalen, rauchigen Stimme, die eher zu einem 60-jährigen Blueser passen würde. Die bisherigen Konzerte waren jeweils ausverkauft und boten Unterhaltung auf sehr hohem Niveau, auch wenn - oder gerade weil - Paolo Nutini nicht immer ganz nüchtern auf der Bühne steht. Der 23-jährige Singer/Songwriter teilt die Bühne mit der Londoner Soulsängerin Rox und der Neuentdeckung aus Manchester/Vevey Mark Kelly. Ein grandioser Abend ist garantiert. Unbedingt hingehen! Der Ticketpreis gilt für den ganzen Abend, Türöffnung ist um 19.00 Uhr. Tickets gibt es hier. Veranstalter: Musikfestwochen Winterthur Paolo Nutini: Paolo Nutini Official Rox: Rox Official Mark Kelly: Mark Kelly Official Mehr Musikfestwochen: Eels &amp; BRMC - Preview und Verlosung!</description>
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      <pubDate>Tue, 06 Jul 2010 12:43:43 +0200</pubDate>
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      <title>Caroline Chevin: Whatever It Takes brach das Eis</title>
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      <description>Einmal mehr hat das Kaufleuten eine junge Sängerin eingeladen, an den Summer Sounds zu singen. Caroline Chevin hat diese Möglichkeit genutzt und sich grösstenteils als charismatische Künstlerin präsentiert.Angefangen hat das Konzert des Schweizer Soul-Shooting-Stars eher ruhig, fast gemächlich – böse Zungen würden es langatmig nennen. Wo war die viel umjubelte und über den grünen Klee hinweg gelobte Caroline Chevin? In der ersten Viertelstunde wirkte das Geschehen auf der Bühne beängstigend blutleer und distanziert. Die Leute im Saal wippten unschlüssig mit den Füssen, nippten an ihren Drinks und schauten sich teilnahmslos an. Als hätte Caroline dies mitbekommen, schaltete sie einen Gang höher. Whatever It Takes, ihr letztjähriger Radiohit, vermochte das Eis schliesslich zu brechen. Plötzlich war die Band voller Spielfreude. Eine Wohltat, denn jetzt war Leben im Konzert. Die Band variierte musikalisch deutlich mehr und auch Caroline wurde zunehmend selbstbewusster, ging aus sich heraus, zeigte ihr Können, liess ihre Stimme spielen und hauchte Songpassagen fast zärtlich in den Raum. Das Konzert wusste immer mehr zu gefallen, steigerte sich von Song zu Song und als Gaststar Seven die Bühne betrat, tobte der Festsaal. Die beiden Stimmen ergänzten sich bestens. Seven gelang es, Caroline noch zusätzlich zu fordern und so trieben sich die beiden Musiker zu eindrücklichen Leistungen. Back in the Days beendete schliesslich ein klasse Set, das nach Anfangsschwierigkeiten mitreissend wurde. Immerhin war es der erste Auftritt der Tour, da ist spürbare Nervosität sehr menschlich.  Das Album Back In The Days ist ab 27. August im Handel erhältlich.</description>
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      <pubDate>Thu, 26 Aug 2010 14:15:25 +0200</pubDate>
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      <title>Chamber Soul @ Kaufleuten</title>
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      <description>Chamber Soul gelingt es, während ihren Live-Konzerten eine unglaubliche intime Atmosphäre mit dem Publikum herzustellen. Heute (25.8.) sind sie im Kaufleuten.  Der Name Brandy Butler dürfte einigen ein Begriff sein: Die stimmgewaltige Sängerin aus Philadelphia hat schon in diversen Formationen als Lead- (Dee Day Dub, The Fonxionaires) oder Backgroundsängerin (Phenomden, Sophie Hunger, Stress, Stephanie Heinzmann, Seven etc.) gewirkt. Seit vier Jahren bildet sie gemeinsam mit Ihrem Ehemann, dem Gitarristen Roman Hosek, und dem Posaunisten René Mosele (Grand Mothers Funck, James Gruntz) das Trio Chamber Soul.  Für die String Arrangements erhielten Chamber Soul professionelle Verstärkung - natürlich aus Philadelphia, der Stadt des einzigartigen Philly Soul und Brandy Butlers Heimat: Kein Geringerer als Streicher-Arrangeur Larry Gold hat den Songs die richtigen Streicherpassagen verliehen; der Mann, der in dern 60er und 70er Jahren für etliche Philadelphia Soul Künstler gearbeitet hat und dessen Handschrift in Werken von Al Green, The Roots und Justin Timberlake gefunden werden kann.   Chamber Soul live: 25. August 2010 @ Kaufleuten, Zürich (Summersounds) Chamber Soul – Locking me out Kaufleuten.ch Chambersoul.ch</description>
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      <pubDate>Wed, 25 Aug 2010 11:39:30 +0200</pubDate>
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      <title>Review: Bregenzer Festspiele | Seebühne | AIDA</title>
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      <description>Die Bregenzer Festpspiele kennt man spätestens seit dem letzen James Bond "Quantum of Solance", wo die böse Verbrecherorganisation Quantum während der Vorstellung "Tosca" Ihre Machenschaften planen. In der diesjährigen Saison wurde das 2.mal die meistgespielte Oper der Welt AIDA aufgeführt.  Die Oper von Giuseppe Verdi, in 4 Akten, spielt in Ägypten zur Zeit der Pharaonen. Die Hauptfigur, Aida, ist eine nubische Prinzessin welche den pharaonischen Hof als Geisel betritt. Der ägyptische Heerführer Radames verliebt sich in die Sklavin und muss sich im finalen 4. Akten für die Loyalität zum Pharaoh oder für die Liebe zu Aida entscheiden.Viel Mehr als Oper versprechen die Bregenzer Seespiele traditionell: Der Zuschauer geniesst eine bombastische Show. Die Produktion kann sich getrost mit Verhältnisse a là Cirque du Soleil oder anderen Grossproduktionen in Las Vegas messen und ist im deutschsprachigen Raum auf einem sehr hohen Niveau. Dazu zählt das Festspielhaus am See und der tolle Platz um die Seebühne.   In dieser Saison besondern speziell sind die beiden Krane, welche auf dem See stehen und zur Bühne gehören. Das Bühnenbild wird nähmlich während den Akten live zusammengesetzt, welche den einzelen Akteuren auch zum Fliegen verhelfen.Die Dernière stand leider unter keinen Sternen, da die Wolken am Himmel sich nach guten 90 Minuten über dem Bodensee entluden. Die Oper musste abgebrochen werden, dennoch war die gesehene Stunde unglaublich vielseitig, spannend und professionell. Die tolle Atmosphäre am See, die grosse Bühnen und die mehreren 100 Statisten belebten die Oper noch ein letztes Mal. Die Auslastung war gut und die Organisatoren zufrieden. Der Vorverkauf für die Revolutionsoper André Chénier für die Saison 2011 ist bereits angelaufen.     Bregenzer Festspiele </description>
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      <pubDate>Tue, 24 Aug 2010 22:13:32 +0200</pubDate>
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